Radio  

   

Donate  

 

spenden

Unterstütze Radio No9

   

Login Form  

   

Shoutbox  

mattes - 16/01/2017 - 20:33

dir auch frohe ostern

spiranha - 25/12/2016 - 12:39

Äh... Frohe Weihnachten....Der geschmückte Baum sieht gut aus. :-D

Tobinator - 24/05/2016 - 14:14

17:30 Uhr beginnt heute die große No9-Sause zum Titelgewinn in der IFA Euro League. Mambas oder Chaoten. Egal. No9 hat gewonnen.

Tobinator - 17/05/2016 - 12:49

So... Heute ab 17:30 Uhr heißt es: brüllt uns in das IFA Euro League Finale. Drückt die Daumen, dass der Traum gelingt.

Magic-Tile - 09/05/2016 - 18:44

Immer - wir sind doch hier nicht zum Spaß!!!^^Gesundheit

Die Shoutbox ist für nicht-registrierte Benutzer nicht verfügbar

   

Dieter's Müllerei!

dieter klein




Einen wunderschönen guten Tach!

 

Der Herbst neigt ja eher dazu, es sich bei Tee, Kerzenlicht und Naschwerk zu Hause gemütlich zu machen. Selbst wenn es draussen recht ungemütlich ist, lohnt sich der Aufenthalt an der frischen Luft dennoch. Vielleicht ja zusammen mit ein paar Freunden und in Verbindung mit einem entspannten Spiel. Persönlich finde ich es reizvoll, nicht einfach nur so raus zu gehen, sondern irgendetwas interessantes draus zu machen.

Daher möchte ich Euch heute das Boßeln bzw. Klootschießen empfehlen. Das hierzulande - besonders in norddeutschen Landen - bekannte Freizeitvergnügen ist eine Sportart, die in unterschiedlichen Formen auch in verschiedenen Teilen Europas gespielt wird. Hochburgen sind aber vor allem Ostfriesland oder das Emsland. Ziel des Spiels ist es, eine Kugel mit möglichst wenigen Würfen über eine festgelegte Strecke zu werfen. Boßeln wird in unterschiedlichen Varianten auf freien Flächen (Felder, Wiesen), öffentlichen Straßen und befestigten Wegen gespielt. Ursprünglich ist Boßeln eine Mannschaftssportart, kann aber auch als Einzelspielsportart gespielt werden, in dem auf Weite geworfen wird.

Die regionalen Unterschiede drücken sich in unterschiedlichen Bezeichnungen für die Sportart und ihre Disziplinen aus, deren Vielfalt bei Auswärtigen für Verwirrung sorgen kann. In Ostfriesland und Oldenburg wird zwischen dem ursprünglichen Klootschießen, das auf dem Feld ausgetragen wird, und dem Straßenboßeln unterschieden. Dabei wird auch mit verschiedenen Kugeln geworfen. Außer als Breiten- und Leistungssport wird vielfach – in einigen Gegenden sogar ausschließlich – auch als gesellige Tätigkeit geboßelt, etwa im Rahmen von Feiern oder der regionaltypischen Kohlfahrt (Grünkohlessen mit Bratkartoffeln, Pinkel, Kochwurst, Kassler, Speck und dem ein oder andere Getränk zum Magen aufräumen).

Besondere Anforderungen an die Teilnehmer stellt in einigen Gegenden die Topografie. Während in Norddeutschland beim Straßenboßeln überwiegend flach mit verhältnismäßig langen Laufstrecken und langgezogenen Kurven gespielt wird, werden in Büttendorf, gelegen am Südhang des Wiehengebirges, einige kurze Anstiege und Senken durchquert, teilweise mit ziemlich engen Kurven. Dabei kommt es oft zu eher kurzen Kugelläufen im Anstieg, aber auch zu sehr langen im Gefälle.

Die Ursprünge des Klootschießens und die Wege seiner Verbreitung liegen im Dunkeln. Der Name leitet sich vom niederdeutschen Wort Kloot oder Klut (Klumpen) ab. Vermutlich hat es sich bei den Friesen, die Wurfgeschosse als Waffe einsetzen, im Mittelalter entwickelt. Ursprünglich war das Klootschießen ein ungeregeltes Kräftemessen zwischen zwei Mannschaften, oft die männlichen Bewohner von rivalisierenden Nachbardörfern. Die Rivalitäten war dabei oft so groß, dass die Wettkämpfe in Schlägereien ausarteten. Deswegen wurde das Klootschießen immer wieder von der Obrigkeit verboten. Ende des 19. Jahrhunderts setzte eine Versportlichung ein, die den Leistungsgedanken stärker in den Vordergrund rückte, verbindliche Wettkampfregeln hervorbrachte und zur Gründung erster Vereine führte. Die starke Bindung des Sports an das Dorfleben drückt sich noch heute darin aus, dass in den klassischen Klootschießergebieten fast jedes kleine Dorf einen eigenen Klootschießer- oder Boßelverein hat, in denen große Teile der Einwohnerschaft Mitglieder sind.

Zum Klootschießen wird eine kleine, mit Blei gefüllte Kugel aus Hartholz oder Kunststoff verwendet. Die Kugeln unterscheiden sich sowohl regional als auch abhängig von der Disziplin und der Altersklasse in der Größe und Gewicht. Der ostfriesisch-oldenburgische Holzkloot hat einen Durchmesser von 58 Millimetern und wiegt 475 Gramm.

Klootschießen und Boßeln wurden in Norddeutschland ursprünglich im Winter gespielt, weil nur zu dieser Jahreszeit die Landbevölkerung ausreichend Zeit hatte und die nötigen ungenutzten Felder zur Verfügung standen. Inzwischen gibt es aber kaum noch jahreszeitliche Einschränkungen, aber das Boßeln als reines Freizeitvergnügen beschränkt sich nach wie vor auf die kalte Jahreszeit.

Wer jetzt Lust hat es einmal auszuprobieren oder einfach nur ein wenig mehr erfahren möchte, kann sich gerne hier etwas umschauen.

Über etwaige Erfahrungsberichte würde sich die Redaktion freuen.

Eurer Dieter

   
© Radio No9