Die Ränge des Stadions sind jedenfalls komplett belegt. Natalina Rocha ist heute die Schiedsrichterin. Ihre Assistentinnen sind Luna Davalillo und Nellie Benoliel.
Wenn ich hingegen die Aufstellungen des heutigen Tages lese - so verstehe ich. 11 gegen 11, gleich kann es losgehen.
Southwing versuchte von Beginn an, über die Flügel zu spielen. Dies konnte das Team übernatürlich umsetzen.
Ladies wartete weit in der eigenen Hälfte auf Kontermöglichkeiten. Führende TV-Experten schätzten die Taktikstärke im Vorfeld als Weltklasse ein.
Ein spektakulärer Volleyschuss von Edith Glasen nach einer Hereingabe von rechts hätte Southwing nach 21 Minuten fast in Führung gebracht, doch der Ball ging nur an den Außenpfosten. Wäre er im Netz gelandet - der Treffer wäre bestimmt zum "Tor des Monats" gekürt worden!
Die Instruktionen vor dem Spiel waren bei Southwing eindeutig. Daher wurden die Anspielmöglichkeiten im Sturmzentrum auch ignoriert und das Spiel auf die Außenpositionen verlagert.
Die Heimmannschaft erzielte in der 24. Minute den Führungstreffer zum 1 - 0. Petra Felser war es, die mit einer Einzelleistung über rechts in den Strafraum eindrang und den Ball über die Schlussfrau der Gäste hinweg ins Tor lupfte. Ein präziser Pass von Hedwig Grunze machte das Tor überhaupt erst möglich.
In der 38. Minute drang Clara Schur über links in den Strafraum der Gäste ein und traf per Aufsetzer in die kurze Ecke. Southwing erhöhte die Führung damit auf 2 - 0.
Ladies hatte sich noch nicht aufgegeben. In der 39. Minute setzte sich Miroslava Piatova gegen die Innenverteidigung des Heimteams durch und erzielte einen Treffer. Damit führten die Gastgeberinnen nur noch mit 2 - 1.
Die Teams gingen mit einem 2 - 1 in die Kabinen.
Southwing brachte den Ballbesitz auf 69 Prozent.
Ein zügig vorgetragener Angriff auf der rechten Seite hätte in der 56. Minute fast zu einem weiteren Tor für die Heimmannschaft durch Clara Schur geführt. Doch Zeynep Lützel konnte per Faustabwehr klären.
Mit einem Befreiungsschlag beendete die Verteidigung von Ladies in der 57. Minute einen viel versprechenden Angriff des Gegners. Der Ball landete bei Miroslava Piatova, die mutterseelenallein auf und davon ziehen konnte und die Keeperin mit einem Flachschuss vom Elfmeterpunkt zum 2 - 2 überwand.
Ladies-Spieler Sophia Murschall sah in der 65. Minute nach einem harten Einsteigen gegen ihre Gegenspielerin völlig zu Recht die Gelbe Karte.
Darauf hatte Eleni Abicht schon länger gewartet. Nach 70 Minuten war es soweit, sie kam zu ihrem Einsatz für Southwing. Im Gegenzug verließ Petra Felser den Platz.
Einige schöne Spielzüge auf der linken Seite brachten Southwing in der 74. Minute mit 3 - 2 in Front. Torschützin war Eleni Abicht.
Aufregung im Abwehrzentrum der Gäste: Hedwig Grunze traf den Ball bei ihrem Schuss in der 83. Minute optimal - nur die Querlatte verhinderte eine höhere Führung für Southwing.
Southwing-Spielerin Hedwig Grunze hatte es bei seiner Attacke in der 85. Minute nur auf die Beine der Gegenspielerin abgesehen. Folgerichtig sah sie die Gelbe Karte.
Gemäß der taktischen Vorgabe setzten die Southwing-Spielerinnen ihre Anweisungen um: Raus aus der Mitte, Attacke über die Flügel.
Eine schöne Ballstafette auf dem rechten Flügel der Gastgeberinnen konnte von der gegnerischen Abwehr nicht unterbunden werden. So gelangte das Objekt der Begierde schließlich zu Malina Brünjes, die ein weiteres Tor für Southwing erzielte. Die Führung erhöhte sich dadurch in der 87. Minute auf 4 - 2.
Southwing baute in der 88. Minute die Führung auf 5 - 2 aus, nachdem eine Verteidigerin der Gäste den Ball leichtfertig an Vanja Božićković verloren hatte. Diese drang über links in den Strafraum ein und spielte dann noch gekonnt die Torwartin aus, bevor sie das Leder lässig über die Linie schob.
Zufrieden mit der Leistung und der Führung ihres Teams traf die Southwing-Trainerin die Entscheidung, in der 89. Minute Marie Gruber-Bruckmoser für Hedwig Grunze einzuwechseln.
89. Spielminute, Wechsel bei Southwing: Liv Früauff hatte ihre Arbeit getan, Margrit Hiesberger durfte für sie ran.
Ermuntert durch die Führung, entschied man sich bei Southwing nach 89 Spielminuten für ein taktisches Spielchen. Vanja Božićković und Eva Born wechselten miteinander ihre Positionen.
Die Stadionuhr sprang auf Spielminute 89, als es bei Southwing zu einer Umstellung kam, um die Führung abzusichern. Thea Ness rückte auf den Platz von Malina Brünjes, die die freigewordene Position ihrer Mannschaftskameradin einnahm.
Das Spiel neigt sich dem Ende zu. Die vierte Offizielle hält das Schild in die Höhe auf dem steht: 3. So viel wird hier also noch nachgespielt!
Die Begegnung endete 5 - 2.
Southwing war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spielerinnen brachten den Ballbesitz auf 67 Prozent.