Die genauen Zuschauerzahlen bekommen Sie später von mir nachgereicht. Das schöne Wetter lockt sicher noch den einen oder anderen ins Stadion. Malak Ibrahim ist heute die Schiedsrichterin. Ihre Assistentinnen sind Mail Jamgochyan und Sepideh Jalali Motlagh.
Dafür weht eine entspannte Brise über den Platz. Und ich alter Nostalgiker hoffe sogar noch auf ein stürmisches Spiel mit vielen Toren!
Jamma vernachlässigte das Sturmzentrum und setzte stattdessen konsequent auf den Angriff über die Flügel. In der späteren TV-Analyse stellte sich dies als brillant einstudiert heraus.
Indrėja Krenciūtė zieht nun erst nach innen und dann flach ab! Die Torhüterin ist geschlagen! Aber der Innenpfosten spielt nicht mit, der Ball prallt zurück ins Spielfeld und wird aus dem Gefahrenbereich bugsiert.
Indrė Mozūrevičiūtė unternahm alles Mögliche, um sich der engen Bewachung von Júlía Birkisdóttir zu entziehen. Doch Júlía Birkisdóttir ließ sich einfach nicht abschütteln, wenngleich sich dadurch immer wieder Löcher in der Jamma-Formation ergaben.
Gute Aktion von beiden.
Atemberaubend, wie Katrín Skorradóttir in der 10. Minute den Schuss entschärfte, den Karina Lošakevičiūtė am Elfmeterpunkt abgefeuert hatte. Führung für Meskutes vereitelt!
Gut anderthalb Meter fehlten zur Führung von Jamma: Laufey Vígsteinsdóttir setzte einen Freistoß in der 13. Minute neben das Tor. Die heimischen Fans waren nicht gerade begeistert.
In der 24. Minute ließ Guðlaug Hilmisdóttir am rechten Strafraumeck seine Gegenspielerin mit einer Körpertäuschung aussteigen und schoss den Ball flach in die lange Ecke. Das war die Führung für Jamma: 1 - 0!
Die Teams gingen mit einem 1 - 0 in die Kabinen.
Statistikerinnen im Stadion ermittelten 53 Prozent Ballbesitz für Meskutes.
Mit einem angeschnittenen Freistoß hätte Laufey Vígsteinsdóttir in der 53. Minute beinahe die Führung von Jamma ausgebaut. Die Gästekeeperin bekam aber in letzter Sekunde noch die Finger an den Ball.
Als Jóhanna Hjörvarsdóttir in der 54. Minute umknickte und sich den linken Knöchel verdrehte, rechnete manch einer im Stadion mit dem verletzungsbedingten Aus der Spielerin. Doch die biss auf die Zähne und setzte das Spiel angeschlagen fort.
Da ist kein Durchkommen für Rasutė Draugšaitė. Ihr Versuch wird abgeblockt, es bleibt beim knappen Rückstand für ihr Team.
Vollkommen überrascht war Maja Ingileifsdóttir von ihrer Auswechslung in der 65. Minute. Bei Jamma betrat an ihrer Stelle Alva Lysdal den Rasen.
Jamma baute die Führung in der 76. Minute aus, als Nanna Gunnarsdóttir auf der rechten Seite durchbrach und die gesamte Verteidigung hinter sich ließ. In aller Ruhe konnte sie sich die Ecke aussuchen und traf zum 2 - 0. Dieses Tor war der herausragenden Vorarbeit von Ilmur Fífilsdóttir zu verdanken!
Ok, das tückisch nehme ich direkt zurück, den Versuch muss man vielmehr als Rohrkrepierer bezeichnen. Das Leder hoppelt der Meskutes-Torhüterin direkt in die Arme, das war keine große Herausforderung.
Aber sie verschätzt sich und kommt gar nicht an den Ball! Die Verteidigung klärt, kein Tor.
Kein Tor! Oh mei, dieses Schüsschen kann Katrín Skorradóttir sogar mit dem Fuß (!) stoppen.
89. Spielminute, Wechsel bei Jamma: Guðlaug Hilmisdóttir hatte ihre Arbeit getan, Hildur Áskelsdóttir durfte für sie ran.
Darauf hatte Henriette Stenstrup schon länger gewartet. Nach 89 Minuten war es soweit, sie kam zu ihrem Einsatz für Jamma. Im Gegenzug verließ Ilmur Fífilsdóttir den Platz.
Das Spiel neigt sich dem Ende zu. Die vierte Offizielle hält das Schild in die Höhe auf dem steht: 1. So viel wird hier also noch nachgespielt!
Die Begegnung endete 2 - 0.
Meskutes brachte den Ballbesitz auf 52 Prozent.