Welchen Einfluss das auf das Spielgeschehen haben wird, ist schwerlich zu eruieren, bei den Zuschauerzahlen ist es etwas einfacher: die Arena mit dem schönen Namen Nähkästchen Hexenkessel sieht heute nur spärlich belegt aus. 陳 (Chen) 淑芬 (Shu-fen) ist heute die Schiedsrichterin. Ihre Assistentinnen sind Veronica Daws und Sude Hacil.
Dafür weht eine entspannte Brise über den Platz. Und ich alter Nostalgiker hoffe sogar noch auf ein stürmisches Spiel mit vielen Toren!
Die Trainerin von Southwing ließ heute Pressing spielen, welches passabel eingespielt schien.
Evangelista ging in der 18. Minute mit 0 - 1 in Führung. Nach einem Angriff über links landete der Schlenzer von Evelina Bayandina unerreichbar für die gegnerische Torhüterin im Netz.
"Bloß kein Foul!" hatte die Trainerin noch gerufen, doch da war's schon passiert. Freistoßpfiff, Eleni Abicht schnappte sich den Ball und zirkelte ihn aus 18 Metern Entfernung gepflegt in den Torwinkel. In der 19. Minute stand es damit 1 - 1.
Ein schnell ausgeführter Freistoß von Evangelista überlistete in der 20. Minute die gegnerische Defensive. Der Ball wurde von halblinks diagonal Richtung rechtes Strafraumeck befördert, per Direktabnahme quer in den Sechzehner gespielt, wo Nora Reilich bereitstand und die Torfrau mit einem schönen Schlenzer zum neuen Spielstand von 1 - 2 überwinden konnte.
Einzig Paula Dürenmatt scheint irgendwie nicht in den Plan eingeweiht zu sein. Sie zeigt gar keine Reaktion und der Ball rauscht an ihr vorbei, bevor er geklärt wird.
"Ab durch die Mitte", schien sich Evelina Bayandina gedacht zu haben, als sie sich gegen die Innenverteidigung der Gastgeberinnen durchsetzte und ihren am Trikot ziehenden und zerrenden Gegenspielerinnen zum Trotz zum 1 - 3 traf. Nach 31 Minuten roch es damit einen Hauch strenger nach einem Sieg für Evangelista.
Janine Dieringhausen drang in der 34. Minute über rechts in den Strafraum ein, ihr Schuss wurde aber abgeblockt. Nichts war's mit einem Tor für Southwing, unveränderter Rückstand: 1 - 3.
Abseits? Aylin Schlesien wollte es nicht wahrhaben, dass sie in der 35. Minute zurückgepfiffen wurde, und drosch wutentbrannt den Ball auf die Tribüne. Klarer Fall: Die Southwing-Akteurin sah dafür die Gelbe Karte.
Halbzeitstand 1 - 3.
Evangelista brachte den Ballbesitz auf 54 Prozent.
Eine Stolpereinlage auf der linken Abwehrseite des Heimteams ermöglichte es Evelina Bayandina, in der 47. Minute alleine auf das gegnerische Tor zuzulaufen. Sie verlud die Keeperin lässig zum 1 - 4 für Evangelista.
Aller guten Dinge sind drei - ein Hattrick von Evelina Bayandina!
Lucrezia Wölfert schlug sich in der 54. Minute durch die Verteidigung des Heimteams und hätte fast für Evangelista getroffen, doch die linke Verteidigerin kratzte den Ball gerade noch von der Linie.
In der 55. Minute bauten die Gäste ihre Führung zum 1 - 5 aus. Paula Dürenmatt schloss einen Angriff über die linke Seite mit einem spektakulären Seitfallzieher ab. Der Dank der Torschützin ging an Lina Niederbach, die den Treffer unnachahmlich aufgelegt hatte.
Durch das Pressing von Southwing kam das Spiel nicht richtig in Gang.
Angesichts der drohenden Niederlage kam es in Minute 88 bei Southwing zu einer Änderung. Daniela Icking und Aylin Schlesien wechselten miteinander die Positionen.
In der 88. Minute gab es einen Wechsel bei Southwing. Auf Geheiß der Schiedsrichterin verließ Maja Dönitz den Platz, neu dabei war Olivia Névir.
Es lief nicht wirklich rund bei Southwing, daher gab die Trainerin ihren Spielerinnen Margrit Hiesberger und Lukerya Vinokur die Anweisung, die Positionen zu tauschen. Dies geschah in Spielminute 89.
Darauf hatte Vanja Božićković schon länger gewartet. Nach 89 Minuten war es soweit, sie kam zu ihrem Einsatz für Southwing. Im Gegenzug verließ Ramona Nielsen den Platz.
89. Spielminute, Wechsel bei Southwing: Edith Glasen hatte ihre Arbeit getan, Thea Ness durfte für sie ran.
Vanja Božićković erhielt die Spielführerbinde und war damit von diesem Zeitpunkt an Kapitänin von Southwing.
Die Nachspielzeit beträgt 2 Minute(n).
Die Begegnung endete 1 - 5.
Evangelista hatte die größeren Spielanteile und kam auf 55 Prozent Ballbesitz.